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KANADA

  • Wer kann sich bewerben?

Schülerinnen und Schüler von Gymnasien, Haupt-, Real-, und Gesamtschulen. Bei Abflug muss die 9. Klasse abgeschlossen sein. Bei Ankunft in Kanada sollten die Teilnehmer zwischen 14 und 18 Jahre alt sein.

  • Kanada

Unendliche Weite, - das ist Kanada, mit 10 Millionen Quadratkilometern, das zweitgrößte Land der Erde. (Zum Vergleich: Deutschland hat knapp 80 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 365 945 Quadratkilometern.)
Doch nicht nur in der Natur, die von Seen und ausgedehnten Wäldern geprägt ist, liegt der Reiz dieses Landes. Die nur 26 Millionen Kanadier gelten als sehr gastfreundlich. 

Aufgrund eines Beschlusses der kanadischen Regierung wird von ausländischen Gastschülern seit 2003 auch an öffentlichen High Schools ein Schulgeld erhoben.
Da die Schulbezirke unterschiedlich hohe Schulgebühren erheben, hängt der Programmendpreis von der Wahl des zukünftigen Wohnortes des Schülers in Kanada ab.
Die Teilnehmer können die Provinz wählen, in der sie platziert werden möchten. Platzierungen bieten wir in folgenden Provinzen an:

Im Westen: British Columbia, Alberta (englischsprachig)
Im Osten:    Quebec (französischsprachig)
                    Prince Edward Island & Nova Scotia (englischsprachig)
                    New Brunswick (bilingual, französisch/englisch)

  • Unsere kanadischen Partnerorganisationen

Unsere kanadischen Partnerorganisationen für englischsprachige Platzierungen sind Liberty Placement Agency (LPA) mit dem Hauptbüro in Chase, British Columbia und International Student Relations (ISR), mit dem Hauptbüro in Liverpool, Nova Scotia.
Unser kanadischer Partner für Platzierungen in Québec ist Séjours Linguistic Internationaux (SLI) mit Sitz in Anjou, Montréal. Unsere Partnerorganisationen blicken auf langjährige Erfahrungen mit High School Programmen zurück.

  • Betreuung

Alle Gastschüler haben in Kanada einen örtlichen Ansprechpartner, den ‚Coordinator’. Der Coordinator hat die Gastfamilie ausgewählt und den Schüler in der High School angemeldet. Er betreut zwischen zwei bis zehn Schüler und ist ein Koordinator vor Ort, nicht der Betreuer in dem Sinn, der die Gastschüler rund um die Uhr verfolgt, um sicher zu sein, dass es ihnen auch gut geht. Der Coordinator hilft bei Problemen, setzt sich mit dem Schüler und der Gastfamilie regelmäßig in Verbindung und erkundigt sich auch in der High School nach den Leistungen des Gastschülers. 
Im englischsprachigen Raum Kanadas (LPA) erstellt der Coordinator regelmäßig mit der Gastfamilie und dem Schüler unabhängig voneinander einen Report, in dem der Coordinator die Antworten auf bestimmte Fragen bewertet/benotet. Diese Benotung zeigt kleine Probleme sofort auf, so dass der Coordinator helfend eingreifen kann, bevor aus kleinen Missverständnissen große Probleme werden. Die monatlichen Reporte werden auch an TASTE gesandt. Wir leiten diese an die deutschen Eltern weiter. SLI in Québec erstellt diese Reporte vierteljährlich. 
ISR steht ebenfalls in regelmäßigem Kontakt mit den Schülern und erstellt schriftliche Updates über die einzelnen Schüler und Gastfamilien.
Neben dem Coordinator steht dem Schüler auch das entsprechende Hauptbüro bei Problemen zur Verfügung. 
In den ersten Wochen nach der Ankunft wird der Coordinator ein Einführungsseminar für seine Gastschüler veranstalten. Während des Jahres finden weitere Treffen mit den Gastschülern statt, so dass diese sich auch untereinander austauschen können.
In der High School erhält der Schüler dann seinen persönlichen Schulbetreuer, den School Counselor, der für den Stundenplan und alle schulischen Fragen zuständig ist. Ihr Kind hat also sozusagen 3 ‚Betreuer’ vor Ort.

  • Ankunft in Kanada

Die Schüler fliegen bis zum nächstgelegen Flughafen der Gastfamilie. Bei Ankunft in Kanada, stehen die Gastfamilie und/oder der Coordinator zum Empfang am Flughafen. 

  • Die kanadische Gastfamilie

Die Teilnehmer werden je nach Wahl in British Columbia, Alberta, Québec, Prince Edward Island, New Brunswick oder Nova Scotia platziert. 

Alle Gastfamilien sprechen Englisch, bzw. Französisch und sind kanadische Staatsbürger. Da Kanada ein Einwanderungsland ist, stammen die Gastfamilien aus unterschiedlichen Kulturen. Die meisten der Familien sind europäischer Abstammung. Die Gastfamilien wohnen meist in Vororten größerer Städte oder in kleineren Städten. Ländliche Platzierungen gibt es auch, jedoch muss dabei gewährleistet sein, dass eine High School erreichbar ist.

Da die Lebenshaltungskosten in Kanada in den letzten Jahren stark angestiegen sind, werden die Gastfamilien monatlichen bezuschusst. Dieser Betrag ist jedoch nicht als Bezahlung für die Aufnahme eines Gastschülers anzusehen, sondern eher ein „Tropfen auf dem heißen Stein“. Der Zuschuss liegt zwischen EUR 200 bis EUR 600 und ist abhängig von den Lebenshaltungskosten in der jeweiligen Gegend.

  • Die kanadische High School

In vielen Privatschulen ist es Pflicht eine Schuluniform zu tragen. Die meisten öffentlichen Schulen haben diese Pflicht bereits abgeschafft.
Die Fächerwahl in der Schule liegt beim Schüler. Jeder Schüler bekommt einen School Counselor zugewiesen, der ihn das gesamte Jahr bei schulischen Problemen und Fragen berät.

In Kanada gibt es keinen vorgeschriebenen Stundenplan, der im Klassenverband unterrichtet wird. Der Schüler wählt seine Unterrichtsfächer aus einem großen Angebot aus und stellt so – mit Hilfe des Schulbetreuers – seinen eigenen Stundenplan zusammen. Bestimmte Kurse müssen belegt werden, jedoch hat der Schüler erstens die freie Wahl des Schwierigkeitsgrades und zweitens kann er auch Kurse belegen, die richtig Spaß machen, wie z.B. Kfz-Mechanik, Fotographie, Journalismus, Rhetorik, Psychologie, Schulradio (Moderation), Führerschein und viele andere.
Die angebotenen Kurse sind - bis auf wenige Ausnahmen – nicht Klassenstufen gebunden, so dass ein Gastschüler, der in der 11. Klasse in Kanada eingeteilt ist, seine Kurse so wählen kann, dass er mit 9. oder auch mit 12. Klässlern zusammen Unterricht hat. Daher ist z.B. die Weiterführung oder der Beginn einer Fremdsprache unproblematisch, da der Schüler einfach seine Lernstufe wählt. Alle kanadischen Schulen sind verpflichtet Französisch anzubieten. Weitere Fremdsprachen werden nicht an allen Schulen unterrichtet. Spanisch gibt es an ca. 60% der Schulen, Latein wird nur an ca. 2% der High Schools angeboten.
Gewählt werden vier bis sieben Kurse pro Schulhalbjahr. Diese Kurse werden täglich unterrichtet. Man hat also täglich den gleichen Stundenplan, lernt daher sehr intensiv.  Regelmäßige Tests fragen das Gelernte ab. Mündliche Mitarbeit zählt – außer bei Rhetorik, Theater... – nicht in der Benotung. Die Zensuren – Zeugnisse gibt es alle sechs Wochen – setzen sich aus den schriftlichen Ergebnissen zusammen.
Unterrichtet wird von ca. 8 bis 14.30 Uhr. In der schuleigenen Cafeteria gibt es Mittagessen. Am Nachmittag finden Sport, Musik, Theater oder andere Hobbygruppen statt, so dass man erst gegen 17 bis 18 Uhr nach Hause kommt.

Die High School bestimmt somit den Tagesablauf der Schüler. In Kanada ist der Zusammenhalt der Schüler einer Schule sehr ausgeprägt. Es wird voller Einsatz eines jeden für sein Team/seine Schule erwartet und dieser Einsatz kommt ganz automatisch, da in Kanada jeder eine Chance bekommt und als Teil des Teams akzeptiert wird. 

Die Gastschüler sind verpflichtet (außer bei Krankheit), täglich zur Schule zu gehen und bestmögliche Leistungen zu erbringen (auch wenn der Kanada Aufenthalt von der deutschen Schule nicht angerechnet werden sollte!).

Die Schule allein bestimmt, welche Klasse der Gastschüler besuchen wird. Dabei richtet sich der School Counselor nach dem Alter und den Zensuren des Schülers/der Schülerin.
Weder LPA, ISR oder SLI noch TASTE können beeinflussen, ob der Schüler die Graduation - das ist das kanadische Abitur nach der 12. High School Klasse - machen darf. Diese Entscheidung liegt beim Direktor der High School. Wer zur Graduation zugelassen wird, muss vorgeschriebene Fächer belegen.

Ob das High-School-Jahr an der hiesigen deutschen Schule anerkannt wird, hängt von der Leistungsbewertung durch den deutschen Schulleiter ab. Es ist jedoch niemals ein Verlust, wenn das in Deutschland ausgesetzte Jahr wiederholt werden muss. Dagegen bedeutet es immer einen Gewinn, im Ausland ein High-School-Jahr absolviert zu haben.

In Deutschland wird die Graduation mittlerweile von einigen Universitäten anerkannt. Wer sich einmal berufsbezogen bewerben muss und ein kanadisches Zeugnis vorweisen kann, hat es unter vielen anderen Bewerbern durch Auslandserfahrung oftmals leichter.
Und: Wer später einmal in einem englisch-, bzw. französischsprachigem Land studieren möchte, hat gute Voraussetzungen und eine gute Grundlage für das Studium.

 

  • Kanadische Eigenarten

Obwohl viele Kanadier uns sehr ähnlich sehen und einige Verhaltensweisen mit unseren übereinstimmen, darf nicht vergessen werden, dass man sich in einer anderen Kultur befindet.  Viele Gastschüler müssen sich z.B. erst einmal daran gewöhnen, dass man in Kanada oftmals noch recht kindlich behandelt wird. Das heißt, dass die Erziehung meist etwas strenger ausfällt und in der Schule Disziplin verlangt wird. Man ist allgemein abhängiger von den Eltern oder auch von Freunden, da es in Kanada kaum öffentliche Transportmittel gibt, das Land sich jedoch so weit erstreckt, dass man darauf angewiesen ist mit dem Auto gefahren zu werden. Zur Schule fährt ein Schulbus.

  • Führerschein

Der kanadische Pkw-Führerschein darf auch von Gastschülern an der High School oder in einer privaten Fahrschule gemacht werden, wenn Fahrschulautos angeboten werden, in denen der Schüler versichert ist. Gastschüler dürfen nur mit Fahrlehrer das Fahren üben und müssen nach bestandener Fahrprüfung den Führerschein  dem Koordinator aushändigen, der ihn bis zum Abflug aufbewahrt. Da die Gastschüler nicht versichert sind, dürfen sie trotz Führerschein in Kanada KEIN Auto fahren!
Die Kosten für den Führerschein liegen bei ca. CAN $ 450,00. Nach Rückkehr in Deutschland, kann der kanadische Führerschein in einen deutschen umgeschrieben werden. Welche Auflagen hierzu erfüllt werden müssen ist individuell verschieden. Auskunft erteilt der ADAC zu diesem Thema (www.adac.de).

  • Versicherung

Die Versicherung ist in unseren Leistungen enthalten und gilt für die Programmdauer. In einigen Schulbezirken ist es Pflicht, die Versicherung über die High School abzuschliessen.  Wenn der Schulbezirk auch andere Versicherungen akzeptiert, versichern wir den Teilnehmer über die  AVI-International. Das AVI-Paket umfasst Kranken-, Unfall, Haftpflicht, Reisegepäck- und Rechtschutzversicherung. Es ist ebenfalls abgesichert, dass die deutschen Eltern zum Krankenbett ihres Kindes im Gastland geflogen werden. Bei einem Krankenhausaufenthalt über drei Tage, darf ein Elternteil fliegen, bei mehr als sieben Tagen Krankenhausaufenthalt dürfen beide Elternteile fliegen. Die AVI kommt für die Transport- und Unterbringungskosten auf.
Die AVI beinhaltet ebenfalls den Rücktransport des Patienten in sein Heimatland in die Nähe der Eltern, wenn eine komplizierte Operation durchgeführt werden muss und der Patient transportfähig ist. Selbstverständlich werden die Transport- und Behandlungskosten, sowie nötige Nachuntersuchungen von der AVI getragen. Der Patient wird zurück ins Gastland geflogen, sobald dies aus gesundheitlichen Gründen möglich ist.
Altschäden (z.B. Zahnspangen/-korrektur, Asthma, Allergien, Diabetes, Fehlsichtigkeit, etc)  werden von der AVI-Versicherung nicht gedeckt. Für diese Fälle müssen Sie eine Zusatzversicherung abschließen (z.B. bei der Concordia, Techniker, Pax Christi, u.a.)

1.03.10


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